Bist Du gerade versetzungsgefährdet und möchtest wissen, was bei der Nachprüfung am Gymnasium in Bayern auf Dich zukommt?
Dann bist Du hier richtig. In diesem Artikel geht es um die Nachprüfung am Gymnasium in Bayern in den Klassen 6 bis 9. Die Nachprüfung im Zusammenhang mit dem Abitur ist hier nicht gemeint.
Vielleicht liest Du diesen Artikel, weil Dir oder Deinem Kind ein schlechtes Jahreszeugnis bevorsteht. Vielleicht stehen eine oder mehrere Fünfen im Raum. Vielleicht fragst Du Dich auch: Ist jetzt alles verloren? Oder gibt es noch eine Möglichkeit, das Sitzenbleiben zu vermeiden?
In Bayern wird die Versetzung in die nächste Klasse als Vorrücken bezeichnet. Wenn das Vorrücken wegen schlechter Noten gefährdet ist, gibt es unter bestimmten Voraussetzungen noch Möglichkeiten: zum Beispiel das Vorrücken auf Probe oder die Nachprüfung. In diesem Artikel schauen wir uns die Nachprüfung genauer an.
Nachprüfung Gymnasium Bayern – kurz erklärt
| das fragen viele Eltern | kurz erklärt |
| Für welche Klassen gilt die Nachprüfung? | Am Gymnasium in Bayern für die Jahrgangsstufen 6 bis 9. |
| Wann ist eine Nachprüfung möglich? | Wenn das Vorrücken wegen schlechter Noten gefährdet ist und die Voraussetzungen erfüllt sind. |
| Was sind Vorrückungsfächer? | Am Gymnasium zählt grundsätzlich jedes Fach außer Sport als Vorrückungsfach. |
| Gibt es Notenausgleich in Klasse 6 bis 9? | Nein, der Notenausgleich betrifft am Gymnasium andere Jahrgangsstufen. |
| Wann findet die Nachprüfung statt? | In den letzten Tagen der Sommerferien. |
Für welche Klassen gilt die Nachprüfung am Gymnasium in Bayern?
Die Nachprüfung am Gymnasium in Bayern betrifft vor allem die Jahrgangsstufen 6 bis 9. Schülerinnen und Schüler dieser Klassen können unter bestimmten Voraussetzungen noch vorrücken, wenn sie die Nachprüfung erfolgreich bestehen. Die GSO nennt ausdrücklich Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 6 bis 9.
Wichtig ist deshalb: Dieser Artikel erklärt die Nachprüfung in der Sekundarstufe I am Gymnasium in Bayern. Es geht hier nicht um die Abiturprüfung, nicht um Nachtermine im Abitur und auch nicht um die Oberstufe.
Wenn Dein Kind also in Klasse 6, 7, 8 oder 9 am Gymnasium in Bayern ist und wegen schlechter Noten nicht sicher versetzt wird, kann die Nachprüfung eine Möglichkeit sein.
Wie viele Fünfen darf man am Gymnasium in Bayern haben?
Diese Frage stellen sich viele Eltern kurz vor dem Jahreszeugnis. Die einfache Antwort lautet:
Eine einzelne Fünf bedeutet am Gymnasium in Bayern noch kein Sitzenbleiben. Dein Kind darf damit vorrücken. Erst zwei Fünfen in Vorrückungsfächern oder eine Sechs in einem Vorrückungsfach schließen das Vorrücken aus.
Nach der GSO sind Schülerinnen und Schüler vom Vorrücken ausgeschlossen, wenn sie im Jahreszeugnis in einem Vorrückungsfach die Note 6 oder in zwei Vorrückungsfächern die Note 5 haben.
Das bedeutet:
| Noten im Jahreszeugnis | Was bedeutet das? |
| Eine Fünf in einem Vorrückungsfach | Vorrücken noch möglich |
| Zwei Fünfen in Vorrückungsfächern | Vorrücken regulär nicht möglich, Nachprüfung kann unter Umständen helfen |
| Eine Sechs in einem Vorrückungsfach | Vorrücken regulär nicht möglich, Nachprüfung kann unter Umständen helfen |
| Drei Fünfen | Nachprüfung kann je nach Fächerkombination noch möglich sein |
| Drei Fünfen in Kernfächern | Nachprüfung nicht möglich |
| Vier Fünfen | Nachprüfung nicht möglich |
| Note 6 in Deutsch | Nachprüfung nicht möglich |
Für Eltern ist wichtig: Es kommt nicht nur darauf an, wie viele Fünfen im Zeugnis stehen. Entscheidend ist auch, in welchen Fächern diese Noten stehen.
Was sind Vorrückungsfächer am Gymnasium in Bayern?
Vorrückungsfächer sind die Fächer, die für die Versetzung zählen.
Am Gymnasium in Bayern sind in den Jahrgangsstufen 5 bis 11 grundsätzlich alle Pflichtfächer und Wahlpflichtfächer Vorrückungsfächer. Ausgenommen sind Sport und das Modul zur beruflichen Orientierung. Musik ist am musischen Gymnasium in allen Jahrgangsstufen ein Vorrückungsfach, an den anderen Gymnasien in der Regel in den Jahrgangsstufen 7 bis 11.
Einfach gesagt:
Fast alle Fächer zählen für das Vorrücken. Sport zählt normalerweise nicht. Musik muss man je nach Jahrgangsstufe und Ausbildungsrichtung genauer anschauen.
Das ist wichtig, weil eine Fünf in einem Vorrückungsfach anders zählt als eine schlechte Note in einem Fach, das nicht für das Vorrücken berücksichtigt wird.
Wann ist eine Nachprüfung am Gymnasium in Bayern möglich?
Eine Nachprüfung ist am Gymnasium in Bayern möglich, wenn Dein Kind in den Klassen 6 bis 9 wegen nicht ausreichender Noten das Klassenziel nicht erreicht hat, aber die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt.
Nach § 33 GSO können Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 6 bis 9 eine Nachprüfung machen, wenn sie wegen nicht ausreichender Noten in höchstens drei Vorrückungsfächern das Ziel der Jahrgangsstufe nicht erreicht haben. Dabei dürfen die Noten in Kernfächern nicht schlechter sein als höchstens einmal Note 6 oder zweimal Note 5.
Praktisch bedeutet das:
Eine Nachprüfung kann möglich sein, wenn Dein Kind zum Beispiel zwei Fünfen in Vorrückungsfächern hat. Auch bei drei Fünfen kann eine Nachprüfung noch möglich sein, wenn nicht alle drei Fünfen in Kernfächern stehen.
Die Nachprüfung ist also keine automatische zweite Chance für jede Notenkonstellation. Die Schule muss prüfen, ob Dein Kind überhaupt zur Nachprüfung zugelassen werden kann.

Wann darf Dein Kind keine Nachprüfung mehr machen?
Es gibt Fälle, in denen eine Nachprüfung ausgeschlossen ist.
Keine Nachprüfung ist zum Beispiel möglich, wenn Dein Kind vier Fünfen in Vorrückungsfächern hat. Auch mit drei Fünfen in Kernfächern ist eine Nachprüfung nicht mehr möglich. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn Dein Kind in Mathe, Englisch und Latein jeweils die Note 5 hat.
Mit drei Fünfen in zwei Kernfächern und einem anderen Fach kann eine Nachprüfung hingegen noch möglich sein.
Auch eine Sechs im Fach Deutsch verhindert die Zulassung zur Nachprüfung. Und wenn Dein Kind die Klasse bereits einmal wiederholt hat, ist die Nachprüfung ebenfalls ausgeschlossen.
Hier solltest Du immer direkt mit der Schule sprechen, weil die genaue Entscheidung von der konkreten Zeugnissituation abhängt.

Gibt es Notenausgleich am Gymnasium in Bayern?
Viele Eltern suchen nach „Notenausgleich Gymnasium Bayern“, wenn sie erfahren, dass ihr Kind versetzungsgefährdet ist. Deshalb ist diese Unterscheidung wichtig:
In den Klassen 6 bis 9 gibt es am Gymnasium in Bayern in der Regel keinen Notenausgleich, wie er in höheren Jahrgangsstufen vorgesehen ist. Der Notenausgleich nach § 32 GSO betrifft Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10 und 11.
Für die Klassen 6 bis 9 sind deshalb vor allem diese Möglichkeiten wichtig:
Nachprüfung oder Vorrücken auf Probe.
Wenn Dein Kind also in Klasse 6, 7, 8 oder 9 ist, solltest Du nicht nach Notenausgleich suchen, sondern gezielt klären: Ist eine Nachprüfung möglich? Oder kommt ein Vorrücken auf Probe infrage?
Vorrücken auf Probe, Notenausgleich oder Nachprüfung: Was ist der Unterschied?
Wenn Dein Kind das Klassenziel nicht erreicht hat, gibt es verschiedene Begriffe, die schnell durcheinandergeraten. Deshalb hier eine kurze Einordnung.
Beim Vorrücken auf Probe darf Dein Kind zunächst in die nächste Jahrgangsstufe wechseln. Die Schule erwartet dann, dass es das Ziel der neuen Jahrgangsstufe trotzdem erreichen kann. Die GSO sieht das Vorrücken auf Probe unter bestimmten Voraussetzungen für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 9 vor.
Beim Notenausgleich werden schlechte Noten unter bestimmten Bedingungen durch bessere Leistungen ausgeglichen. Am Gymnasium in Bayern betrifft diese Regelung vor allem die Jahrgangsstufen 10 und 11.
Bei der Nachprüfung muss Dein Kind in den betroffenen Fächern am Ende der Sommerferien eine Prüfung ablegen. Besteht es diese Nachprüfung, kann es doch noch in die nächste Klasse vorrücken.
Für die Klassen 6 bis 9 ist die Nachprüfung deshalb oft die wichtigste Möglichkeit, wenn ein Sitzenbleiben noch verhindert werden soll.

In welchen Fächern muss Dein Kind die Nachprüfung machen?
Wenn Dein Kind zur Nachprüfung zugelassen wird, dann muss es in allen Fächern, in denen es eine 5 oder 6 hatte, eine Prüfung ablegen.
Das bedeutet: Hat Dein Kind zum Beispiel in Mathe, Latein und Geschichte jeweils eine Fünf, dann muss es sich in diesen Fächern auf die Nachprüfung vorbereiten.
Das ist viel Stoff. Und genau deshalb ist die Nachprüfung für viele Kinder sehr belastend. Die Vorbereitung fällt in die Sommerferien. Während andere Kinder abschalten, muss Dein Kind noch einmal den Stoff des vergangenen Schuljahres wiederholen.
Trotzdem kann die Nachprüfung eine echte Chance sein. Besonders dann, wenn die schlechten Noten nicht nur aus Verständnisproblemen entstanden sind, sondern vielleicht auch aus fehlender Vorbereitung, Krankheit, familiärer Belastung oder einer schwierigen Phase im Schuljahr.
Wie läuft die Nachprüfung am Gymnasium ab?
Die Nachprüfung findet in der Regel in den letzten Tagen der Sommerferien statt. Die GSO nennt ausdrücklich diesen Zeitraum.
Die Aufgaben für die Nachprüfung stellt meist die jeweilige Fachlehrkraft. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Dein Kind genau den Stoff des vergangenen Schuljahres wiederholt, der in diesem Fach behandelt wurde.
Am besten nimmt Dein Kind früh Kontakt zur Lehrkraft auf. Es kann fragen:
Welche Themen sind besonders wichtig?
Gibt es Übungsaufgaben?
Gibt es alte Schulaufgaben oder Arbeitsblätter zur Vorbereitung?
Wird die Prüfung schriftlich oder mündlich sein?
In Fächern, in denen während des Schuljahres Schulaufgaben geschrieben wurden, ist die Nachprüfung meist schriftlich und ähnelt einer Schulaufgabe. In anderen Fächern kann die Schule entscheiden, wie die Prüfung gestaltet wird. Dort kann auch eine mündliche Prüfung möglich sein.
Wichtig ist: Die Nachprüfung bezieht sich auf den Stoff des vergangenen Schuljahres.
Wann ist die Nachprüfung bestanden?
Die Nachprüfung ist bestanden, wenn Dein Kind am Ende die Voraussetzungen für das Vorrücken erfüllt.
Einfach gesagt: Nach der Nachprüfung darf höchstens noch eine Note 5 übrig bleiben. Dann kann Dein Kind in die nächste Jahrgangsstufe vorrücken.
Ein Beispiel:
Dein Kind tritt mit drei Fünfen zur Nachprüfung an: Mathe, Latein und Geografie. Wenn es in Mathe und Geografie jeweils eine 4 erreicht und in Latein weiterhin eine 5 hat, dann hat es die Nachprüfung bestanden.
Das bedeutet: Dein Kind muss nicht zwingend in jedem einzelnen Fach eine perfekte Leistung zeigen. Es muss die Noten nur so verbessern, dass die Versetzungsvoraussetzungen wieder erfüllt sind.
Wie stellst Du den Antrag auf Nachprüfung?
Damit Dein Kind an der Nachprüfung teilnehmen kann, müssen die Eltern einen Antrag bei der Schule stellen.
Dieser Antrag muss fristgerecht eingereicht werden. Spätestens eine Woche nachdem Dein Kind das Jahreszeugnis erhalten hat, muss der Antrag bei der Schule eingereicht werden.
Warte deshalb nicht zu lange. Wenn klar ist, dass Dein Kind möglicherweise nicht vorrücken darf, solltest Du direkt nach Ausgabe des Jahreszeugnisses mit der Schule sprechen.
Frage am besten nach:
Welche Frist gilt genau?
In welchen Fächern müsste Dein Kind zur Nachprüfung antreten?
Wer stellt die Prüfungsaufgaben?
Welche Materialien kann Dein Kind zur Vorbereitung nutzen?
Wann genau findet die Nachprüfung statt?
Gerade in dieser Situation hilft ein ruhiges Gespräch mit der Schule oft sehr. Du bekommst Klarheit und kannst besser einschätzen, ob die Nachprüfung für Dein Kind realistisch ist.
Lohnt sich die Nachprüfung oder ist Wiederholen besser?
Diese Frage ist oft schwer. Denn die Nachprüfung klingt zunächst wie eine Rettung. Aber sie bedeutet auch: Dein Kind muss in den Sommerferien sehr viel lernen. Und es gibt keine Garantie, dass die Nachprüfung bestanden wird.
Wenn Dein Kind nur in zwei Nicht-Kernfächern eine Fünf hat, können die Chancen besser sein. In solchen Fächern lässt sich Stoff manchmal mit einem guten Plan und viel Fleiß noch aufarbeiten.
Schwieriger wird es, wenn Dein Kind in mehreren Kernfächern große Lücken hat. Zwei Fünfen in Mathe und einer Fremdsprache sind oft deutlich schwerer aufzuarbeiten als zwei Fünfen in Nebenfächern.
Du solltest deshalb ehrlich fragen:
Hat mein Kind die Kraft für diese Vorbereitung?
Sind die Lücken überschaubar?
Gab es besondere Gründe für die schlechten Noten?
Ist die nächste Jahrgangsstufe realistisch zu schaffen?
Oder wäre ein Wiederholen vielleicht die ruhigere und langfristig bessere Lösung?
Ein Wiederholen ist nicht automatisch ein Scheitern. Manchmal ist es die bessere Chance, wieder Boden unter die Füße zu bekommen. Manchmal ist aber auch die Nachprüfung sinnvoll, wenn Dein Kind grundsätzlich leistungsfähig ist und nur in eine schwierige Phase geraten ist.
Wie kann sich Dein Kind auf die Nachprüfung vorbereiten?
Wenn Dein Kind zur Nachprüfung antritt, braucht es einen klaren Plan. Einfach nur „viel lernen“ reicht meistens nicht.
Zuerst sollte Dein Kind genau wissen, welche Themen geprüft werden können. Dafür sind die Hefte, Schulaufgaben, Arbeitsblätter und Rückmeldungen der Lehrkraft wichtig.
Denn die Aufgaben für die Nachprüfung stellt der Fachlehrer. Deshalb ist es wichtig, dass Dein Kind genau den Stoff des letzten Schuljahres wiederholt, den es bei diesem Lehrer durchgenommen hat. Nehmt am besten Kontakt zum Lehrer auf und fragt ihn nach Übungsmaterial. So weiß Dein Kind auf welche Aufgaben sein Lehrer wert legt, und kann sich gezielt vorbereiten. Vielleicht nennt die Lehrkraft ihm auch einige Gebiete, die sie prüft. Dadurch kann es den Stoff des letzten Schuljahres ein wenig eingrenzen.
Dann sollte es den Stoff in kleine Einheiten aufteilen. Lieber jeden Tag konzentriert arbeiten als alles auf einmal lernen.
Sinnvoll ist zum Beispiel:
Am Anfang alle Themen sammeln.
Dann prüfen: Was kann Dein Kind schon? Wo sind die größten Lücken?
Danach einen Wochenplan erstellen.
Jeden Tag konkrete Aufgaben bearbeiten.
Regelmäßig alte Aufgaben wiederholen.
Am Ende Prüfungen unter Zeitdruck üben.
Besonders wichtig ist: Dein Kind sollte nicht nur lesen oder markieren. Es muss aktiv üben. In Mathe bedeutet das rechnen. In Fremdsprachen bedeutet das Grammatik anwenden, übersetzen, schreiben und Vokabeln sicher beherrschen. In Geschichte, Geografie oder Biologie bedeutet das, Inhalte erklären und Zusammenhänge darstellen zu können.
Wenn es finanziell möglich ist, kann auch Nachhilfe sinnvoll sein. Vor allem dann, wenn Dein Kind nicht weiß, wie es den Stoff strukturieren soll.
Wie sieht die Nachprüfung aus?
In den Fächern, in denen Du Schulaufgaben geschrieben hast, wird die Nachprüfung schriftlich sein und aussehen wie eine Schulaufgabe. In diesen Fächern dauert die Nachprüfung auch ungefähr so lange wie eine Schulaufgabe.
In den Fächern, in denen keine Schulaufgaben geschrieben wurden, kann die Schule entscheiden wie die Nachprüfung aussieht. Das heißt, die Nachprüfung kann auch mündlich gehalten werden. Also am besten kontaktierst Du Deine Lehrkraft, damit Du über die Prüfungsmodalitäten informiert bist.
Die Nachprüfung geht in allen Fächern über den Stoff des letzten Schuljahres
Die meisten Lehrkräfte verteilen auch Arbeitsunterlagen zur besseren Vorbereitung. Da der Fachlehrer die Prüfungsaufgaben stellt, ist es sinnvoll diese Aufgaben zu machen. So bist Du optimal vorbereitet.
Überlegt deshalb gemeinsam:
Wo sind die Lücken am größten?
In welchem Fach versteht Dein Kind den Stoff grundsätzlich, hat aber zu wenig gelernt?
In welchem Fach kann es mit gezielter Übung am ehesten eine 4 schaffen?
Welche Lehrkraft kann Hinweise geben, welche Themen besonders wichtig sind?
Auch das Gespräch mit der jeweiligen Fachlehrkraft ist sehr wichtig. Vielleicht bekommt Dein Kind konkrete Übungsaufgaben, alte Schulaufgaben oder Hinweise zu den Schwerpunkten der Nachprüfung. Das hilft enorm, die Vorbereitung nicht ins Blaue hinein zu planen.
Ein guter Lernplan bedeutet also nicht: Ein Fach wird aufgegeben. Ein guter Lernplan bedeutet: Dein Kind bereitet sich auf alle Prüfungsfächer vor, setzt aber dort den Schwerpunkt, wo die Chance auf eine Notenverbesserung am größten ist.
Wie sollte Dein Kind die Vorbereitung auf die Nachprüfung planen?
Wenn Dein Kind in mehreren Fächern zur Nachprüfung antreten muss, braucht es einen klaren Plan. Denn der Stoff eines ganzen Schuljahres lässt sich nicht nebenbei in den Sommerferien aufholen.
Wichtig ist zunächst: Dein Kind muss sich auf alle Prüfungsfächer vorbereiten. Es sollte kein Fach komplett liegen lassen. Trotzdem kann es sinnvoll sein, die verfügbare Lernzeit bewusst zu verteilen.
Hat Dein Kind zum Beispiel in drei Fächern die Note 5, etwa in Mathe, Latein und Geschichte, dann muss es am Ende nicht zwingend in allen drei Fächern eine 4 erreichen. Entscheidend ist, dass nach der Nachprüfung höchstens noch eine 5 übrig bleibt. Deshalb kann es sinnvoll sein, sich besonders auf die Fächer zu konzentrieren, in denen eine Verbesserung realistisch ist.
Oft sind das Fächer, in denen der Stoff gut eingegrenzt werden kann. In Geschichte, Geografie oder Biologie lässt sich mit einem klaren Lernplan manchmal schneller etwas aufholen als in einem Fach, in dem über Jahre Grundlagen fehlen. In Mathe oder einer Fremdsprache hängt der Erfolg stärker davon ab, ob Dein Kind die Grundlagen noch rechtzeitig schließen kann.
Lohnt sich der Aufwand?
Es bleibt natürlich immer abzuwägen ob sich der ganze Aufwand lohnt.
Das viele Lernen über die kompletten Sommerferien. Und das ohne Garantie, dass Du die Nachprüfung auch bestehst.
Statistisch gesehen bestehen nur 1/3 der Prüflinge die Nachprüfung. Das heißt der weitaus größere Teil bleibt sitzen und hat sich umsonst die ganzen Ferien mit Schulstoff geplagt.
Mit zwei Fünfen in NICHT-Kernfächern ist der Erfolg wahrscheinlicher, weil mit viel Lernen der Stoff aufgearbeitet werden kann. Zwei Fünfer in den Kernfächern für die Nachprüfung aufarbeiten ist schwer.
Möglich ist es allerdings. Mit viel Biss, Energie und einem gut strukturierten Zeitplan kannst Du auch das schaffen. Besser als Sitzenbleiben ist ein Jahr ohne Sommerferien ohnehin.
Empfehlungen zum Üben
Wenn Du gerade in der 6. Klasse bist und Deine Nachprüfung ansteht, dann findest Du hier einige hilfreiche Übungsmaterialien*.
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FAQ – häufige Fragen die gestellt werden
Geht es in diesem Artikel um die Abitur-Nachprüfung?
Nein. In diesem Artikel geht es um die Nachprüfung am Gymnasium in Bayern in den Klassen 6 bis 9. Die Nachprüfung im Zusammenhang mit dem Abitur ist hier nicht gemeint.
Wie viele Fünfen darf man am Gymnasium in Bayern haben?
Eine einzelne Fünf im Jahreszeugnis führt am Gymnasium in Bayern noch nicht zum Sitzenbleiben. Dein Kind darf damit vorrücken. Erst zwei Fünfen in Vorrückungsfächern oder eine Sechs in einem Vorrückungsfach schließen das reguläre Vorrücken aus.
Was sind Vorrückungsfächer am Gymnasium in Bayern?
Vorrückungsfächer sind die Fächer, die für die Versetzung zählen. Am Gymnasium in Bayern sind grundsätzlich fast alle Pflicht- und Wahlpflichtfächer Vorrückungsfächer. Sport zählt normalerweise nicht als Vorrückungsfach. Bei Musik kommt es auf die Jahrgangsstufe und die Ausbildungsrichtung an.
Wann ist eine Nachprüfung am Gymnasium in Bayern möglich?
Eine Nachprüfung kann am Gymnasium in Bayern in den Klassen 6 bis 9 möglich sein, wenn Dein Kind wegen schlechter Noten nicht regulär vorrücken darf, aber die Voraussetzungen für die Nachprüfung erfüllt. Das ist zum Beispiel bei zwei Fünfen in Vorrückungsfächern möglich. Auch bei drei Fünfen kann eine Nachprüfung je nach Fächerkombination noch infrage kommen.
Wann ist eine Nachprüfung am Gymnasium in Bayern ausgeschlossen?
Eine Nachprüfung ist ausgeschlossen, wenn Dein Kind vier Fünfen in Vorrückungsfächern hat. Auch bei drei Fünfen in Kernfächern ist keine Nachprüfung mehr möglich. Eine Sechs im Fach Deutsch kann die Zulassung zur Nachprüfung ebenfalls ausschließen.
Gibt es Notenausgleich am Gymnasium in Bayern?
In den Klassen 6 bis 9 gibt es am Gymnasium in Bayern keinen Notenausgleich wie in höheren Jahrgangsstufen. Wenn Dein Kind in Klasse 6 bis 9 wegen schlechter Noten nicht vorrücken darf, kommen vor allem die Nachprüfung oder das Vorrücken auf Probe infrage.
In welchen Fächern muss mein Kind die Nachprüfung machen?
Dein Kind muss die Nachprüfung in den Fächern ablegen, in denen die nicht ausreichenden Noten stehen und die für das Nichtvorrücken entscheidend sind. Hat Dein Kind zum Beispiel in Mathe, Latein und Geschichte jeweils eine Fünf, muss es sich auf diese Fächer vorbereiten.
Wann ist die Nachprüfung bestanden?
Die Nachprüfung ist bestanden, wenn Dein Kind nach der Prüfung die Voraussetzungen für das Vorrücken erfüllt. Vereinfacht gesagt darf am Ende höchstens noch eine Fünf übrig bleiben.
Wann findet die Nachprüfung am Gymnasium statt?
Die Nachprüfung findet in der Regel am Ende der Sommerferien statt. Den genauen Termin legt die Schule fest. Deshalb solltest Du nach Erhalt des Jahreszeugnisses schnell Kontakt mit der Schule aufnehmen.
Wie muss die Nachprüfung beantragt werden?
Damit Dein Kind an der Nachprüfung teilnehmen kann, müssen die Eltern einen Antrag bei der Schule stellen. Dieser Antrag muss fristgerecht eingereicht werden. Frage deshalb direkt nach der Zeugnisausgabe bei der Schule nach, welche Frist gilt und welche Unterlagen benötigt werden.
Lohnt sich eine Nachprüfung oder ist Wiederholen besser?
Das hängt von der Situation Deines Kindes ab. Wenn die Lücken überschaubar sind und Dein Kind realistische Chancen hat, sich in den betroffenen Fächern zu verbessern, kann die Nachprüfung sinnvoll sein. Sind die Lücken sehr groß oder ist Dein Kind stark überfordert, kann ein Wiederholen manchmal die ruhigere und langfristig bessere Lösung sein.
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Letzte Aktualisierung am 22.07.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API







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