Du liebst Bewegung und willst später damit arbeiten?
Du bist sportlich, hast vielleicht früher getanzt, geturnt oder liebst einfach das Gefühl, in Bewegung zu sein? Du kannst dir nicht vorstellen, den ganzen Tag still im Büro zu sitzen? Dann ist der Beruf der Sport- und Gymnastiklehrerin vielleicht genau das Richtige für dich.

Was macht eine Gymnastiklehrerin überhaupt?
Als Gymnastiklehrerin zeigst du anderen Menschen, wie sie sich gesund und mit Spaß bewegen können. Du leitest Bewegungsstunden, unterrichtest Gymnastik oder Tanz und arbeitest mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen oder sogar Senioren. Oder du wählst die sichere Variante und wirst Sportlehrerin an einer Schule.
Berufsbezeichnungen können dann sein:
- Sport- und Bewegungspädagoge/-pädagogin,
- staatlich geprüfte Gymnastiklehrkraft der TUM*,
- Bewegungsprofi,
- Sportdozent*In,
- Gesundheitstrainer*In
Typische Aufgaben:
- Bewegungsstunden anleiten
- Körperhaltung und Motorik verbessern
- Gesundheitswissen vermitteln
- Tanz, Rhythmus und Koordination fördern
Kurz gesagt: Es ist ein vielseitiger Beruf, bei dem du ständig in Bewegung bist – körperlich und mental.
Einsatzorte können sein:
- Kindergärten und Schulen
- Reha-Zentren oder Gesundheitsstudios
- Sportvereine und Tanzschulen
- oder auch ganz selbstständig in deinem eigenen Kursangebot
Die Ausbildung: Wie wird man Gymnastiklehrerin?
Die Ausbildung ist schulisch und findet an einer Berufsfachschule für Gymnastik statt. Sie dauert in der Regel 3 Jahre in Vollzeit. Du brauchst dafür:
- Realschulabschluss oder gleichwertiger Schulabschluss
- Freude an Bewegung, Fitness, Rhythmusgefühl
- Teamfähigkeit und pädagogisches Interesse
In der Ausbildung lernst du:
- Gymnastik, Tanz, Sportpädagogik
- Anatomie, Physiologie, Trainingslehre
- Didaktik & Methodik der Bewegungslehre
- wie du Gruppen unterrichtest und motivierst
- und vieles mehr rund um Sport, Gesundheit und Pädagogik
Du hast außerdem Praxisphasen in Kitas, Schulen oder anderen Einrichtungen, in denen du schon früh Erfahrungen sammelst.
Passt der Beruf zu dir?
Wenn du dich hier wiedererkennst, könnte das super zu dir passen:
- Du bist sportlich und bewegst dich gern
- Du arbeitest gern mit Menschen
- Du bist kreativ und kannst gut anleiten
- Du interessierst dich für Gesundheit und Bewegung
Besonders Mädchen, die vorher getanzt haben oder sportlich aktiv waren finden in dieser Ausbildung ihre Berufung aber auch, wenn du „einfach nur sportlich“ bist, ist das ein super Einstieg.
Wo kannst du die Ausbildung machen? Berufsfachschulen in ganz Deutschland
Die Ausbildung zur Gymnastiklehrerin wird an sogenannten Berufsfachschulen für Gymnastik angeboten. Solche Schulen gibt es in vielen Städten in Deutschland – zum Beispiel in München, Düsseldorf, Bremen, Stuttgart oder Kiel. Manche sind staatlich, viele sind private Schulen, die aber staatlich anerkannt sind.
Wichtig ist:
Achte darauf, dass die Schule staatlich anerkannt ist – das ist wichtig, damit du später auch offiziell als Gymnastiklehrerin arbeiten kannst.
Viele Schulen bieten zusätzlich:
- Spezialisierungen in Tanz, Fitness oder Gesundheit
- Zusatzqualifikationen wie Fitnesstrainerin oder Entspannungspädagogik
- Praxis-Kooperationen mit Kitas, Reha-Kliniken oder Sportvereinen
- Möglichkeit parallel den Abschluss an der FOS zu machen
- oder sogar eine Verbindung zum späteren Studium
Du solltest dich frühzeitig informieren, da manche Schulen Aufnahmeprüfungen machen oder bestimmte Bewerbungsfristen haben. Oft gehören auch ein kurzes Bewerbungsgespräch und ein sportlicher Eignungstest dazu – aber keine Sorge: Du musst keine Leistungssportlerin sein, sondern einfach Lust auf Bewegung und Lernbereitschaft mitbringen.
👉 Tipp: Viele Berufsfachschulen bieten Schnuppertage oder Infotage an. Schau einfach mal auf den Webseiten der Schulen in deiner Nähe.
- Baden-Württemberg (Karlsruhe, Kornwestheim, Waldenburg)
- Bayern (Coburg, München)
- Bremen
- Nordrhein-Westfalen (Bielefeld, Dortmund, Essen, Münster, Düsseldorf, Kerpen)
- Schleswig-Holstein (Kiel)
👉 Bei der Bode Berufsfachschule in München kannst du zum Beispiel während deiner Ausbildung parallel noch die Ausbildung zum Sport- & Bewegungstherapeuten oder deinen Abschluss an der FOS machen.

TikTok, Trends und deine Chancen im Netz
Du verbringst deine Freizeit auf TikTok oder Instagram? Dann hast du bestimmt schon gesehen, wie groß das Thema Fitness, Bewegung und Lifestyle dort ist. Es gibt immer mehr Influencerinnen, die neue Workouts zeigen, Tipps zu Ernährung und Bewegung geben oder mit Tanzvideos Trends setzen.
Wenn du dich für die Ausbildung zur Gymnastiklehrerin entscheidest, hast du das Know-how, um selbst Teil dieser Welt zu werden. DENN du hast das Fachwissen, das viele im Netz nicht haben: Du lernst in deiner Ausbildung, wie man sicher und gesund trainiert, wie man Gruppen motiviert und worauf man achten muss.
Das heißt: Du kannst später selbst Kurse geben, online Inhalte teilen oder dich sogar als Expertin für Fitness- und Gesundheitsthemen etablieren. Aber auch offline stehen dir viele Wege offen – z. B. in Reha-Zentren, Kindergärten, Schulen oder Sportvereinen.
Egal ob du gerne vor der Kamera stehst oder lieber im direkten Kontakt mit Menschen arbeitest: Mit dieser Ausbildung bist du flexibel aufgestellt und kannst deinen eigenen Weg finden – im echten Leben und online.
Und danach? Das kannst du mit deiner Ausbildung machen
Nach deiner Ausbildung stehen dir viele Türen offen. Du kannst z. B.:
- direkt in die Praxis gehen und mit Kindern, Jugendlichen oder Senioren arbeiten (z.B. in Gesundheitszentren, Reha-Kliniken)
- eigene Kurse anbieten (z. B. Tanz, Fitness, Rückenschule, Kindersport)
- dich weiterbilden – z. B. zur Motopädin, Tanzpädagogin oder Bewegungstherapeutin
- oder später noch ein Studium dranhängen (z. B. Sportpädagogik oder Gesundheit)
Hier sind Ideen, wo dein Arbeitsplatz sein könnte:
- Festanstellung als Sportlehrer*In an Schulen
- Gesundheits- und Fitnesszentren
- Kur- und Rehabilitationszentren (ambulant und stationär)
- Behinderteneinrichtungen
- Bildungsstätten und Volkshochschule
- Betriebliche Gesundheitsförderung
- Seniorenheime
- Kindergärten und Kindertagesstätten
- Wellnessbranche
- Hotels, Reiseunternehmen, Ferienclubs, Animation
- Sportvereine und Sportverbände
- Personal Trainer*In
- Selbständigkeit
Fazit
Wenn du Lust auf Bewegung, Menschen und einen sinnvollen Beruf hast, dann ist die Ausbildung zur Gymnastiklehrerin eine tolle Möglichkeit für dich. Wahrscheinlich ist dir dieser Beruf bisher noch nie begegnet und vielleicht musstest du beim Lesen der Berufsbezeichnung sogar schmunzeln. Beim näheren Hinschauen hast du dann bestimmt bemerkt, dass diese Ausbildung viel bietet und du später viele Möglichkeiten hast, um dich im Berufsleben zu verwirklichen.
Die Ausbildung zur Gymnastiklehrerin ist eine praxisnahe, kreative und bewegungsorientierte Ausbildung – perfekt für sportliche Mädchen nach der Realschule.
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