Auf der Internetseite einer Schule steht „Wir sind eine QuaMath-Schule“. Vielleicht hast du den Begriff auch beim Tag der offenen Tür gehört. Und jetzt fragst du dich, was das eigentlich heißt. Hat dein Kind dort mehr Mathe? Muss es besonders gut rechnen können? Oder ist das ein ganz neues Schulkonzept?
Eine QuaMath-Schule nimmt an einem Programm teil, mit dem sie ihren Mathematikunterricht weiterentwickeln möchte. Die Lehrkräfte bilden sich fort, arbeiten zusammen und überlegen, wie sie Kindern Mathematik verständlicher vermitteln können.
Die Idee ist: Dein Kind soll verstehen, was es beim Rechnen tut. Dann kann es Zusammenhänge erkennen und sich auch bei einer ungewohnten Aufgabe eher selbst helfen.
Für dich als Mutter ist deshalb vor allem interessant: Wie setzt die Schule die Ideen im Unterricht deines Kindes um?
Was bedeutet QuaMath?
QuaMath steht für „Unterrichts- und Fortbildungs-Qualität in Mathematik entwickeln“. Hinter dem Programm stehen das Deutsche Zentrum für Lehrkräftebildung Mathematik, das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik und die Bundesländer.
Es verbindet Fortbildungen für Lehrkräfte mit der langfristigen Entwicklung des Unterrichts. Der Ansatz ist wissenschaftlich fundiert und wird durch Forschung begleitet.
QuaMath ist keine eigene Schulart. Eine Grundschule bleibt eine Grundschule, ein Gymnasium bleibt ein Gymnasium. Die Teilnahme beschreibt die Arbeit am Mathematikunterricht und bedeutet für sich genommen weder ein besonderes Aufnahmeverfahren noch eine Auswahl besonders leistungsstarker Kinder.
Auch solltest du die Bezeichnung nicht als Garantie für die Unterrichtsqualität jeder einzelnen Klasse verstehen. Sie zeigt zunächst, dass die Schule an diesem Entwicklungsprogramm beteiligt ist.
Warum gibt es das Programm?
Vielleicht kennst du das von den Hausaufgaben: Dein Kind hat eine Aufgabenart geübt und kommt damit zurecht. Dann sieht die Aufgabe etwas anders aus – und plötzlich weiß es nicht mehr weiter.
Manchmal hat es einen Ablauf gelernt, ohne die Bedeutung dahinter wirklich verstanden zu haben. Es weiß beispielsweise, wo es beim schriftlichen Rechnen eine Ziffer hinschreiben muss. Was Zehner und Einer damit zu tun haben, ist ihm aber noch nicht klar.
Mathematik besteht aus mehr als richtigen Ergebnissen. Kinder brauchen Vorstellungen davon, was Zahlen, Rechenoperationen und mathematische Zusammenhänge bedeuten. Sonst kann es passieren, dass sie eine bekannte Aufgabe lösen, bei einer leicht veränderten Aufgabe aber nicht weiterkommen.
Ein Beispiel: Dein Kind weiß, dass 7 × 8 = 56 ist. Kann es auch erklären, warum 7 × 9 dann 63 ergibt? Erkennt es, dass eine weitere Gruppe mit sieben dazukommt? Oder muss es beide Ergebnisse getrennt auswendig lernen?
Auswendig gelernte Ergebnisse sind durchaus nützlich. Sie werden aber tragfähiger, wenn das Kind auch die Beziehungen zwischen den Aufgaben versteht.
QuaMath soll Lehrkräfte dabei unterstützen, solche Schwierigkeiten besser zu erkennen und ihren Unterricht entsprechend zu gestalten. Das Programm wurde auch vor dem Hintergrund rückläufiger Mathematikleistungen in Bildungsstudien entwickelt.
Es geht um eine langfristige Arbeit am Unterricht. Kinder sollen Grundlagen aufbauen, auf die sie später zurückgreifen können.
Für welche Schulen ist QuaMath gedacht?
QuaMath umfasst die Grundschule sowie die Sekundarstufen I und II. Damit betrifft es den Mathematikunterricht von den ersten Schuljahren bis zur gymnasialen Oberstufe.
Außerdem bezieht das Programm frühe mathematische Bildung ein. Ein eigener Bereich richtet sich an Lehrkräfte an Fachschulen, die angehende Erzieherinnen und Erzieher ausbilden. Über diesen Weg soll auch die mathematische Bildung vor der Einschulung unterstützt werden.
QuaMath ist ein länderübergreifendes Programm. Die Organisation der Teilnahme und der Fortbildungen erfolgt jedoch in den Bundesländern. Deshalb können Einstiegsmöglichkeiten und Abläufe unterschiedlich sein.
Nach Angaben der Kultusministerkonferenz vom September 2026 sind bereits mehr als 3.000 Schulen beteiligt. Das Programm wird bis Ende 2033 fortgeführt; mit der zweiten Förderphase sollen Schulen in allen 16 Bundesländern erreicht werden.
Was machen die Lehrkräfte an einer QuaMath-Schule?
Innerhalb der Schule arbeitet ein Lehrkräfteteam am Mathematikunterricht. Dieses Team besucht Fortbildungen und tauscht sich mit Teams anderer Schulen aus.
Die Lehrkräfte planen Unterricht, erproben Aufgaben und besprechen ihre Erfahrungen. Die Erkenntnisse sollen nach und nach weitere Kolleginnen und Kollegen erreichen.
Das könnte zum Beispiel so aussehen:
Mehrere Lehrkräfte merken, dass Kinder beim Rechnen über den Zehner häufig durcheinanderkommen. Gemeinsam überlegen sie, welche Aufgaben und Darstellungen helfen könnten.
Anschließend schauen sie genauer hin: Wer versteht den Rechenweg? Wer zählt jeden Schritt einzeln? Wo braucht ein Kind noch Hilfe?
Für dein Kind kann daraus ein Unterricht entstehen, der genauer an seinem Denken ansetzt. Wie weit diese Arbeit bereits reicht, hängt von der jeweiligen Schule ab.
Diese Entwicklung braucht Zeit. Deshalb bedeutet die Bezeichnung „QuaMath-Schule“ nicht automatisch, dass sofort in jeder Klasse dieselben Veränderungen zu sehen sind.
Die fünf Grundideen von QuaMath – einfach erklärt
QuaMath orientiert sich an fünf Prinzipien: kognitive Aktivierung, Verstehensorientierung, Durchgängigkeit, Lernendenorientierung und Adaptivität sowie Kommunikationsförderung. Sie beschreiben zentrale Merkmale guten Mathematikunterrichts. Ihre Fachbegriffe klingen teilweise kompliziert. Mit Beispielen lässt sich aber gut erklären, was gemeint ist.
Die folgenden Beispiele sind eigene Veranschaulichungen. Sie stammen nicht aus offiziellen QuaMath-Unterrichtsmaterialien.
1. Kognitive Aktivierung: Dein Kind soll selbst nachdenken
Gemeint sind Aufgaben, die Kinder zum Überlegen bringen. Sie sollen Zusammenhänge entdecken, Vermutungen prüfen oder verschiedene Lösungen vergleichen.
Zum Beispiel:
8 + 7 = 15
9 + 6 = 15
Die Lehrkraft fragt: „Warum kommt zweimal dasselbe heraus? Was hat sich verändert?“
Dein Kind kann entdecken: Die erste Zahl ist um eins größer geworden, die zweite um eins kleiner. Die Summe bleibt gleich.
2. Verstehensorientierung: Dein Kind soll wissen, warum ein Rechenweg funktioniert
Kinder können Regeln anwenden, ohne ihren Sinn zu verstehen. Verstehensorientierung bedeutet, die Bedeutung hinter einem Verfahren aufzubauen.
Nehmen wir 24 : 6 = 4. Dein Kind könnte 24 Plättchen auf sechs gleich große Gruppen verteilen. In jeder Gruppe liegen vier Plättchen. Damit wird sichtbar, was die Rechnung in dieser Situation bedeutet.
Danach kannst du fragen: „Wie viele Gruppen entstehen, wenn immer sechs Plättchen zusammengehören?“
Auch hier lautet das Ergebnis vier. Die Situation ist aber anders: Einmal ist die Anzahl der Gruppen vorgegeben, einmal ihre Größe.
3. Durchgängigkeit: Neues Lernen soll an Bekanntes anknüpfen
Mathematische Inhalte bauen aufeinander auf. Durchgängigkeit bedeutet, wichtige Vorstellungen und Darstellungen über längere Zeit sinnvoll weiterzuführen.
Beispiel mit dem Zahlenstrahl:
In der Grundschule nutzt dein Kind einen Zahlenstrahl für natürliche Zahlen. Später lassen sich daran auch Brüche, Dezimalzahlen und negative Zahlen darstellen.
Die vertraute Darstellung wird erweitert. Dein Kind kann erkennen: Auch eine Zahl wie 0,5 hat einen bestimmten Platz zwischen 0 und 1.
Für dich als Mutter: Wenn dein Kind bei einem neuen Thema Schwierigkeiten hat, kann eine hilfreiche Frage lauten: „Welche frühere Vorstellung braucht es dafür?“ Manchmal liegt die Hürde bereits bei einer Grundlage.
4. Lernendenorientierung und Adaptivität: Der Unterricht soll am Lernstand ansetzen
In einer Klasse lernen Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen.
Einige rechnen noch zählend, andere nutzen bereits Zahlbeziehungen. Manche verstehen eine Aufgabe anhand einer Zeichnung, andere können sie schon abstrakt erklären.
„Adaptivität“ bedeutet, die Unterstützung an solche Unterschiede anzupassen.
Beispiel: 38 + 27
Ein Kind arbeitet mit Zehnerstangen und einzelnen Plättchen. Ein anderes zerlegt die Zahlen:
30 + 20 = 50
8 + 7 = 15
50 + 15 = 65
Ein drittes Kind rechnet:
38 + 20 = 58
58 + 7 = 65
Alle bearbeiten dieselbe Aufgabe. Sie nutzen unterschiedliche Zugänge.
Für dein Kind zählt, dass die Hilfe zu seiner Schwierigkeit passt. Wenn es Zehner und Einer noch nicht sicher versteht, helfen mehr Aufgaben allein möglicherweise wenig. Es braucht zunächst passende Anschauung und eine verständliche Erklärung. Ein Kind, das sicher rechnet, könnte dagegen untersuchen, warum die verschiedenen Wege zum selben Ergebnis führen.
Für dich als Mutter: Förderung muss nicht bedeuten, dass dein Kind mehr Aufgaben erhält. Entscheidend ist, ob die Aufgabe und die Hilfe zu seiner aktuellen Schwierigkeit passen.
5. Kommunikationsförderung: Dein Kind soll seine Gedanken erklären können
Vielleicht fragst du dich: Warum muss mein Kind den Rechenweg erklären, wenn das Ergebnis stimmt?
Weil die Lehrkraft dadurch erkennen kann, wie es denkt und was es verstanden hat.
Beispiel: 49 + 26
Ein Kind sagt: „Ich rechne zuerst 50 + 26. Das sind 76. Weil ich vorher eins dazugegeben habe, muss ich wieder eins wegnehmen. Das Ergebnis ist 75.“
Ein anderes Kind rechnet zuerst 49 + 20 und danach plus 6.
Die Klasse kann gemeinsam überlegen: Sind beide Wege richtig? Welcher ist für diese Aufgabe besonders praktisch?
Nicht jedes Kind kann seine Gedanken sofort flüssig formulieren. Eine Zeichnung, gelegtes Material oder ein Satzanfang wie „Ich habe zuerst …“ kann den Einstieg erleichtern.
Für dich als Mutter: Wenn die Lehrkraft nach einer Erklärung fragt, geht es nicht nur darum, das richtige Ergebnis noch einmal zu nennen. Sie möchte verstehen, wie dein Kind darauf gekommen ist.
Wird an einer QuaMath-Schule noch ausreichend geübt?
Die Betonung des Verstehens bedeutet nicht, dass das Üben unwichtig wird. Kinder brauchen Sicherheit bei grundlegenden Rechnungen und Verfahren. Üben gehört weiterhin zu einem guten Mathematikunterricht. Verständnis und Übung ergänzen sich.
Dein Kind sollte Einmaleinsaufgaben nach und nach sicher abrufen können. Gleichzeitig hilft ihm ein Weg, vergessene Ergebnisse herzuleiten.
Wenn es 6 × 7 gerade nicht weiß, aber 5 × 7 = 35 kennt, kann es sieben dazurechnen und kommt auf 42.
Die fünf Prinzipien sind deshalb kein Grund, auf Automatisierung zu verzichten. Als Mutter kannst du nachfragen, wie die Schule verständnisorientierte Aufgaben und regelmäßiges Üben miteinander verbindet.
Ist QuaMath für Kinder mit Schwierigkeiten in Mathematik sinnvoll?
Der Ansatz kann für Kinder mit Schwierigkeiten hilfreich sein, weil die Lehrkräfte genauer auf die Vorstellungen und Rechenwege der Kinder schauen sollen.
Beispiel: Ein Kind schreibt bei 32 + 15 das Ergebnis 47, kann aber nicht erklären, was die Ziffern bedeuten. Bei einer Aufgabe mit Zehnerübergang kommt es durcheinander. Hier könnte es sinnvoll sein, das Verständnis von Zehnern und Einern zu vertiefen, statt nur weitere Rechnungen vorzulegen.
Ob ein Kind tatsächlich davon profitiert, hängt von der Umsetzung und seiner konkreten Situation ab.
QuaMath ersetzt keine individuell erforderliche Abklärung oder besondere Förderung. Wenn dein Kind dauerhaft große Schwierigkeiten hat, solltest du mit der Lehrkraft klären, welche Grundlagen fehlen und welche Unterstützung nötig ist. Die Programmteilnahme allein beantwortet diese Fragen nicht.
Profitieren auch mathematisch starke Kinder?
Die Prinzipien bieten auch für leistungsstarke Kinder Ansatzpunkte. Wer eine Rechnung schnell löst, kann weiterdenken: Gibt es noch einen anderen Weg? Gilt die Entdeckung immer? Wie lässt sie sich begründen?
Beispiel: Dein Kind erkennt, dass die Summe zweier ungerader Zahlen gerade ist. Nun soll es erklären, warum.
Mit Plättchen kann es zeigen: Bei jeder ungeraden Anzahl bleibt beim Bilden von Paaren ein Plättchen übrig. Die beiden übrigen Plättchen ergeben zusammen ein weiteres Paar.
Eine solche Aufgabe fordert mathematisches Denken, ohne nur größere Zahlen einzusetzen. Ob die Schule zusätzlich besondere Angebote für begabte Kinder hat, solltest du gesondert erfragen.
Bedeutet QuaMath automatisch bessere Noten?
Nein. Die Teilnahme ist keine Zusage, dass dein Kind bessere Noten erhält oder Schwierigkeiten schnell verschwinden.
Das Programm soll den Unterricht verbessern. Seine Auswirkungen auf die Lernleistungen werden untersucht. Nach Angaben der Kultusministerkonferenz vom September 2026 werden erste Ergebnisse zu Lernfortschritten von Kindern für Dezember 2027 erwartet.
Bei deinem Kind kannst du auch auf andere Entwicklungen achten: Kann es Rechenwege besser erklären? Erkennt es Zusammenhänge? Findet es eher selbst einen Ansatz bei einer ungewohnten Aufgabe?
Solche Beobachtungen helfen beim Gespräch mit der Lehrkraft. Sie ersetzen aber weder die schulische Leistungsbewertung noch einen genauen Blick auf anhaltende Schwierigkeiten.
Gibt es QuaMath nur in bestimmten Bundesländern?
QuaMath ist ein länderübergreifendes Programm. Wie Schulen aufgenommen und Fortbildungen organisiert werden, kann sich je nach Bundesland unterscheiden.
Im September 2026 berichtet die Kultusministerkonferenz von mehr als 3.000 beteiligten Schulen. Das Programm wird bis Ende 2033 fortgeführt. Mit der zweiten Förderphase sollen Schulen in allen 16 Bundesländern erreicht werden.
Es umfasst Grundschulen und weiterführende Schulen bis zur Oberstufe. Außerdem richtet sich ein Bereich an Fachschullehrkräfte, die angehende Erzieherinnen und Erzieher ausbilden. So soll auch die frühe mathematische Bildung unterstützt werden.
Ist eine QuaMath-Schule die bessere Wahl für mein Kind?
Die Teilnahme kann ein positives Zeichen sein: Die Schule arbeitet mit fachlicher Unterstützung an ihrem Mathematikunterricht.
Für die Schulwahl reicht die Bezeichnung allein jedoch nicht aus. Du möchtest wissen, wie dein Kind im Alltag unterrichtet und begleitet wird.
Beim Tag der offenen Tür oder im Gespräch mit der Schule kannst du fragen:
- Seit wann nimmt die Schule an QuaMath teil?
- Welche Jahrgangsstufen und Lehrkräfte sind bisher beteiligt?
- Können Sie eine konkrete Aufgabe zeigen, die sich durch QuaMath verändert hat?
- Wie erkennen Sie Schwierigkeiten beim mathematischen Verständnis?
- Wie unterstützen Sie Kinder, die noch Grundlagen aufbauen müssen?
- Welche weiterführenden Aufgaben erhalten mathematisch starke Kinder?
- Wie verbinden Sie das Erklären von Rechenwegen mit regelmäßigem Üben?
- Was sollen Eltern bei den Hausaufgaben beachten?
Ein Beispiel aus dem Unterricht ist häufig aussagekräftiger als eine allgemeine Erklärung über guten Mathematikunterricht.
Auch eine Schule ohne QuaMath-Teilnahme kann nach diesen Grundprinzipien arbeiten. Die Teilnahme ist daher ein Baustein deiner Entscheidung, neben dem Umgang mit Kindern, der Förderung, dem Schulklima und den übrigen Lernbedingungen.
Häufige Fragen zu QuaMath-Schulen
Ist QuaMath eine eigene Schulart?
Nein. Eine QuaMath-Schule nimmt an einem Programm teil, mit dem sie ihren Mathematikunterricht weiterentwickeln möchte. Eine Grundschule bleibt eine Grundschule, ein Gymnasium bleibt ein Gymnasium. Die Lehrkräfte bilden sich fort und arbeiten gemeinsam daran, Mathematik verständlicher zu vermitteln.
Muss mein Kind besonders gut in Mathematik sein?
Nein. QuaMath ist nicht nur für mathematisch starke Kinder gedacht. Der Unterricht soll unterschiedliche Lernstände berücksichtigen. Kinder mit Schwierigkeiten brauchen passende Erklärungen und Unterstützung. Kinder, die bereits sicher rechnen, können Zusammenhänge untersuchen und ihre Lösungswege begründen.
Gibt es an einer QuaMath-Schule mehr Mathematikstunden?
Die Teilnahme bedeutet nicht automatisch, dass dein Kind mehr Mathematikstunden bekommt. Im Mittelpunkt steht die Weiterentwicklung des Unterrichts. Ob die Schule zusätzliche Stunden oder besondere Förderangebote anbietet, kannst du dort erfragen.
Arbeiten sofort alle Klassen nach den QuaMath-Prinzipien?
Das solltest du nicht voraussetzen. Die Arbeit beginnt mit einem beteiligten Lehrkräfteteam. Dieses Team besucht Fortbildungen, erprobt Unterrichtsideen und gibt seine Erfahrungen nach und nach an weitere Kolleginnen und Kollegen weiter. Frage die Schule, welche Jahrgangsstufen und Klassen bereits einbezogen sind.
Wird an einer QuaMath-Schule weiterhin regelmäßig geübt?
Ja, regelmäßiges Üben gehört weiterhin zu einem guten Mathematikunterricht. Dein Kind soll Sicherheit beim Rechnen gewinnen und verstehen, warum ein Rechenweg funktioniert. Verständnis und Übung ergänzen sich. Frage die Schule ruhig, wie sie beides im Unterricht miteinander verbindet.
Bekommt mein Kind durch QuaMath bessere Noten?
Das lässt sich allein aufgrund der Teilnahme nicht versprechen. QuaMath soll die Qualität des Mathematikunterrichts verbessern. Wie dein Kind davon profitiert, hängt unter anderem von der Umsetzung an der Schule und seinen Lernvoraussetzungen ab. Die Bezeichnung „QuaMath-Schule“ ist deshalb keine Garantie für bessere Noten.
Kann QuaMath bei einer Rechenschwäche helfen?
Ein Unterricht, der mathematische Zusammenhänge verständlich erklärt und am Lernstand ansetzt, kann dein Kind unterstützen. QuaMath ersetzt jedoch keine individuell erforderliche Abklärung oder besondere Förderung. Wenn dein Kind dauerhaft große Schwierigkeiten beim Rechnen hat, besprich mit der Lehrkraft, welche zusätzliche Unterstützung es braucht.
Müssen Eltern bei QuaMath mitarbeiten?
Das Programm richtet sich vor allem an Lehrkräfte, Schulteams und Schulleitungen. Du musst zu Hause kein eigenes QuaMath-Programm durchführen. Wie die Schule Eltern informiert und einbezieht, organisiert sie selbst. Für die Hausaufgaben ist es hilfreich zu wissen, welche Darstellungen und Rechenwege dein Kind im Unterricht verwendet.
Woran erkenne ich, wie die Schule QuaMath umsetzt?
Lass dir beim Tag der offenen Tür oder in einem Gespräch ein konkretes Unterrichtsbeispiel zeigen. Frage, seit wann die Schule teilnimmt, welche Lehrkräfte beteiligt sind und wie Kinder mit unterschiedlichen Lernständen unterstützt werden. So erfährst du mehr über den Schulalltag als durch die Bezeichnung allein.
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